Nicht immer gelingt der Schuss!

Erstellt am 04.07.2017

Unter dem Motto „Nachsuche ist aktiver Naturschutz“ hat unser Nachsucheführer Heinz Ommert ein Anschussseminar am 18. Juni auf unserem Schießstand in Mannheim organisiert. Hierfür hat er Martin Jeske, einen der erfahrensten Nachsucheführer im Lande, Dozent an der LJS Baden-Württemberg und Bestätigter Nachsuchenführer der KJV Heilbronn und KJV Hohenlohe gewinnen können.

 

Zuerst Theorie mit Anatomie von Reh und Schwarzwild, Erläuterungen wie Pirschzeichen, Verhalten nach dem Schuss, Trefferlage bei Blatt-, Gebräch-, Lauf- und Waidwundschuss usw.

 

Anschließend ging es zum praktischen Teil des Seminars über. Zuvor hatten Jeske und Ommert mit ihren Teams umfangreiche Vorarbeiten auf dem Gelände des Schießstandes durchgeführt. Viele Anschüsse mit unterschiedlichen Knochenteilen und Anschusszeichen wurden präpariert, die durch die mehr als 30 Teilnehmer zu beurteilen waren. Anschließend führe Jeske die Teilnehmer durch die präparierten Anschüsse und besprach intensiv, was am Anschuss zu sehen war und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Weiterhin wurden Schüsse auf jeweils ein im Verkehr verendetes Reh und einen Überläufer abgegeben, um unverzüglich die Wirkung der Schüsse zu sehen und zu beurteilen. Ein solches Kompaktseminar mit absolut hoher Praxisrelevanz unter realistischen Bedingungen hatten wir schon lange nicht mehr.

 

Martin Jeske hat mit hoher Kompetenz, Sachverstand und kurzweiligen Humor sein umfangreiches Erfahrungspotential zur Verfügung gestellt und die Teilnehmer hochgradig begeistert.

 

Somit lautet die Devise: Lieber den Nachsucheführer zu früh als zu spät geordert. Mit ihm können wir sicherstellen, dass das beschossene Stück zur Strecke kommt und dann sogar noch einer Verwertung zugeführt werden kann.

 

In seinen Schlussworten dankte KJM Albrecht Vock, Martin Jeske, Heinz Ommert und allen, die am Erfolg dieses Seminars Unterstützung geleistet haben. Die Arbeit unserer Nachsucheführer mit ihren Hunden ist ein äußerst wichtiger Beitrag für unsere Jagd. KJM Vock führte weiter aus:

 

"Auch wenn die Gespanne ohne auch nur einen Euro zu fordern, ihre oftmals auch gefährliche Arbeit ausführen, gebietet es die Ehre und der Respekt vor der Arbeit der Nachsucheführer mit ihren Hunden, sie nach getaner Arbeit in großzügiger Form finanziell für ihren Aufwand zu belohnen. Mit wenigen Euros und einer Flasche Wein ist das beileibe nicht getan."

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